Es gibt Regatten bei denen allein das Erlebnis zählt

Parallel zum AWN Cup im RSV, wurden die Schanzenberg Classics 2019 ausgetragen.


Unser Umweltobmann Johann Freilinger berichtet:


Wenn man als Segler die Gelegenheit hat, an einer Regatta mit insgesamt 36 klassischen Holzbooten teilzunehmen, ist allein das schon ein Erlebnis. Wenn dann an beiden Tagen der Wettfahrt (24./25.August) die Sonne scheint und von totaler Flaute bis zu 4 Beaufort alles dabei ist, ist das einfach nur noch unbezahlbar. Aber Bilder sprechen viel besser als Worte: hier ein erster Eindruck – bei achterlichem – anfangs leichtem - Wind:


Aufgenommen vom Vorschoter der „Lillan“, Jörn Wachsmann-Wurr

Drei wunderschöne Boote des Ratzeburger Segler-Vereins waren dabei: der Jollenkreuzer „Dulcibella" von Jürgen Christoph, die HD 20 „Daphne" von Ralf Schnee und der schwedische Neptunkryssare „Lillan“ von Johann Freilinger. Gesegelt wurde hauptsächlich in der Nähe von Rothenhusen, aber es gab´am Samstag auch einen längeren Schlag nach Buchholz, der die 36 Holzboote durch das Regattafeld des A.W.Niemeyer Cups führte, der wieder von uns ausgerichtet wurde. Zum Glück lief das ohne Havarien ab. Der Wind hatte zu dieser Zeit erheblich aufgefrischt, wie ihr an dem Video – aufgenommen auf der „Lillan“ sehen könnt:


„Lillan“ bei auffrischendem Wind, mit Steuermann Johann Freilinger und Vorschoter Jörn Wachsmann-Wurr

Dr. Jürgen Christoph und seine Frau Sabine Christoph machen hier vor, wie elegant man mit einem schönen klassischen Jollenkreuzer durch die Ziellinie gehen kann und wie viel Spaß das macht:


Das Team der„Dulcibella“: Dr. Jürgen Christoph (Steuermann) mit Frau Sabine Christoph als Vorschoterin.

Und trotz allem: es steckt in uns allen doch noch ein bisschen Ehrgeiz – jedenfalls wenn es sich um erstklassige Regattasegler handelt. Hier seht ihr, wie Ralf Schnee mit seiner „Daphne“ auf die Ziellinie zusegelt und Michael Lorz sich bis zum letzten Moment reinhängt, für den richtigen Trimm:

Das Team der „Daphne“: Ralph Schnee (Steuermann), Michael Lorz und Frau Simone Lorz als Vorschoter

Leider geht irgendwann auch das schönste Segelwochenende zu Ende. In diesem Fall mit einer Preisverleihung, die mehr zu bieten hatte als die Platzierungen nach Yardstick. Alte Wanderpreise wurden vergeben, zum Beispiel für das beste Kielboot, aber auch für das am besten erhaltene traditionelle Holzboot. Einen Sonderpreis erhielt auch die nervigste Segelcrew der Veranstaltung. Es wurde viel gelacht. Wer das war, geht aber natürlich nur die Teilnehmer was an… Es sei aber gesagt, dass sich niemand aus unserem Verein diesen Preis sicherte.

Damit bleibt nur, uns für ein unglaublich schönes Erlebnis zu bedanken: beim Segler-Club Hansa, bei dem Organisator Steffen Thiemann und bei allen Helfern. "Es war eines der schönsten Segelerlebnisse überhaupt“,  wie Jürgen Christoph mal so ganz knapp und richtig zusammenfasste.

Und mal ehrlich: Wen interessiert da schon die Platzierung?

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