Eine RSM unter "Beobachtung"
RSM und "Heinrich der Löwe" treffen sich zum Stelldichein
RSM-Begleitfahrt auf
Heinrich der Löwe
Der
Seniorenbeirat der Inselstadt Ratzeburg hatte zu einer
Regatta-Begleitfahrt mit dem
Fahrgastschiff „Heinrich der Löwe“ eingeladen.
Gut 70 Teilnehmer fanden sich an Bord ein und warteten gespannt darauf, was
ihnen geboten würde. Unser RSM-Wettfahrtleiter, Georg Florack, hatte unter
„Seelenqualen“ die Startzeit verschoben, damit den Zuschauern ein ungetrübter
Einblick in die Vorbereitungen und den Startvorgang möglich war. Und dann wurde
mit - Ausnahme einer Kenterung – den
Senioren
so gut wie alles geboten, was der Segelsport zu bieten hat. Nachlassender Wind,
beginnend mit 3 Beaufort, Sonnenschein aber auch bedrohlich dunkle Wolken
bildeten eine Kulisse, die keine Wünsche offen ließ. Dazu fachkundige
Erläuterungen von Walter Hentschel und mit Robert Havemann ein außerordentlich
behutsamer Kapitän. Nicht wenige Teilnehmer meldeten spontan beim
Seniorenbeirat den Wunsch an, ein derartiges Erlebnis im kommenden Jahr zu
wiederholen. Sofern der Wunsch auch an uns herangetragen wird, sollten wir uns
dem nicht verschließen. Der Image-Gewinn dürfte beträchtlich sein.
Walter Hentschel
RSM am 20.08.2021
Es ist Freitag, es ist RSM und auf dem Weg nach Ratzeburg sind dort dicke schwarze Wolken zu sehen. In Schönberg dann ein Wolkenbruch. Na, das kann ja heiter werden. In RSV angekommen dann strahlender Sonnenschein, nur die Tafel mit der Bahnskizze ist nass geworden. Was zu erkennen ist, sieht ähnlich aus wie beim letzten Mal. Wird schon passen.
Dann gibt es eine Startverschiebung. Georg hat eine Überraschung parat, denn „Heinrich der Löwe“ erscheint voller Schaulustiger, die mit fachkundiger Erläuterung durch Walter Hentschel unsere Wettfahrt begleiten wollen. Der Wind zum Start in der Abdeckung des Doms ist mal wieder ein Glücksspiel. Wo wird die Bö für den guten Start einfallen? Dann kommt unter Land eine schöne Schiebebö, aber etwas zu früh. Ein Pulk schiebt sich zur Startlinie, das größte blaue Schiff verdeckt der Wettfahrtleitung die Sicht. Siegfried fährt brav zurück und startet noch einmal.
Die ersten Segler sind da schon in der Düse und steuern dem freien Wind auf dem großen Ratzeburger See entgegen. Der Wind dort hat erfreuliche 3Bft und weht recht beständig aus NNW. Zur Tonne 2 ist es fast eine Kreuz. Die up&downs sind schnell gesegelt, auch wenn für Spinnaker der Kurs zu spitz ist. An Tonne 1 vermischt sich die Spitzengruppe mit der Nachhut. Der „Heinrich“ hält sich brav in Lee. Von dort schallt schwach „Yardstick“ herüber. Hat Walter wirklich vor, dieses selbst für Teilnehmer undurchsichtige System den Zuschauern zu erklären? Wir sind jedenfalls gefühlt nicht schlecht unterwegs, die schnellen Boote sind voraus.
Alle müssen noch durch die Düse, das heißt heute durch die Abdeckung von Römnitz und Bäker Gehölz. Plötzlich sind die Boote vorn wieder ganz nah, aber auch die von hinten kommen dichter. Zäh zieht sich der Schlag zur Tonne 3 und auch der zur 4. Jetzt noch eine gute Bö, aber Rasmus ist gleichmäßig geizig, alle bekommen etwas ab, noch.
Der „Heinrich“ ist wieder da, um den Zieldurchgang zu beobachten. Georg geht längsseits und Dankesworte werden zwischen „W²“ und „Heinrich“ ausgetauscht. Ich höre was von Weißwurst und Laugenbrezeln. Sollten er und Gisela von ihrer letzten Regattatour Proviant für uns mitgebracht haben? Erst einmal ins Ziel kommen, der Wind lässt doch spürbar nach. Die langsameren Schiffe haben darunter besonders zu leiden. Aber auch das letzte Schiff wird endlich mit einem langen kräftigen „Tuut“ von Frank erlöst.
Beim Essen wird dann das Regattageschehen verarbeitet, nicht nur von den Beteiligten, auch die Gäste können dieses Mal ihre Beobachtungen und neuen Kenntnisse beisteuern. Danach erfolgt die Enthüllung der Platzierungen. Und, Yardstick hin-Yardstick her, wir haben den Bericht gewonnen.
Es war mal wieder eine gelungene Veranstaltung, sogar das Wetter hat mitgemacht. So nebenbei erfahren wir, dass Gisela und Georg nicht nur gut organisierten können, sondern auch diesjährige Kreismeister geworden sind. Schön in einem Verein mit Euch zu sein.
Hinrich und Dorothea Mohr
