Bericht über die letzte RSM des Jahres am 10.09.2021
War das noch "Regatta" oder schon "Chillen"?
Tja, das musste ja irgendwann mal passieren! RSM und kein Wind! Schon am Nachmittag wehte nur ein laues Lüftchen. Sollte man die Wettfahrt absagen, oder...? Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Also machten die meisten Segler ihre Boote klar, aber kurz vor Regatta-Start lag der See spiegelglatt vor dem Osthafen. Gerade hatte sich Georg dazu entschieden, die Regatta gar nicht erst zu beginnen, da kam plötzlich leichter Wind auf und damit Hoffnung. Startverschiebung auf 17.40! Hektik an Land, denn nicht alle hatten bei der Ausgangssituation ihre Boote aufgetakelt. Und mit der angekündigten Verzögerung ging es dann doch noch los. Tatsächlich hielt der seichte Wind einige Zeit.
Aber schon nach einer knappen halben Stunde hatte sich das "Lüftchen" wieder zu einer Flaute aufgelöst. Auch die spontane Verkürzung der Regattastrecke half da nicht mehr. Abbruch!
Einige Boote dümpelten allmählich in den Hafen, andere wurden vom Paparazzi eingesammelt, auch Paddeln war angesagt. Ja, so kann es kommen. Keine Wertung, keine Punkte, keine neue Rangliste. Das Ergebnis der diesjährigen RSM ist das Resultat vom Ende der vierten Wettfahrt am 20. August 2021. Und damit wurde Jan Richter zum dritten Mal hintereinander "Vereinsmeister".
Nach den Regularien wird nach dreimaligem Gewinn durch denselben Segler aus dem "Wanderpokal" (bei uns der bekannte "Teller") das Eigentum des Siegers. Jan Richter hatte aber eine andere Entscheidung getroffen. Er stellte seine Trophäe wieder als Preis für den Vereinsmeister des nächsten Jahres zur Verfügung und knüpfte daran die Bedingung, die Modalitäten, nach denen der Vereinsmeister ermittelt wird, neu zu formulieren. Damit griff er Gedanken auf, die unter den Teilnehmern der RSM in der letzten Zeit bereits häufiger diskutiert wurden. Vielleicht wird es im kommenden Jahr neben der RSM auch noch sportliche Wettkämpfe nach reiner Yard-Stick-Bewertung geben, um die Vereinsmeisterschaft zu ermitteln. Auch der Vorstand des RSV ist an diesem Gedanken-Prozess beteiligt.
Nach der letzten RSM der Saison ist es angemessen, einen differenzierteren Blick auf diese Veranstaltungsform zu werfen. Die RSM ist nämlich eine Erfolgsgeschichte besonderer Art. Einerseits ist sie eine Regatta, die Leistung durch ihre Regeln relativiert, aber nicht außer acht lässt! Sie bezieht jeden, der dabei sein will, mit ein, ist dabei Generationen übergreifend, bietet neben "Sail" eben auch "Meet" und bildet durch Begegnung, Gemeinschafts-Erlebnis, Klönschnack und gutem Essen die soziale Achse unseres Vereins. Und der Beleg des Erfolges ist die von Regatta zu Regatta zunehmende Anzahl der Teilnehmer, die mittlerweile das Platzangebot beider Terrassen übersteigt. Dahinter stehen zwei Menschen, die das alles organisieren, Gisela und Georg! Jan hatte in seiner kleinen Rede seine Beobachtung all der Arbeit geschildert, die geleistet werden muss, um die RSM durchzuführen. Georg und Gisela gebührt unser aller Dank!
Noch eine Bemerkung zum letzten Freitag. Jan Richter wurde zwar Vereinsmeister, Preise erhielten jedoch wie üblich alle Teilnehmer. Gisela und Georg hatten eine Art "Gabentisch" vorbereitet, von dem sich jeder Segler etwas nehmen durfte. Die Mischung war so bunt, dass ich sie hier gar nicht zutreffend beschreiben kann. Ein Preis sei aber exemplarisch hervorgehoben, ein Riesenrettich, für den sich Ralf Eulig entschied. Nach der Begründung für seine Wahl wollte ich jedoch nicht fragen...
Euer Pressewart






