Zweite digitale Jahreshauptversammlung mit leichter Verspätung
Wer Julius Bremer, der wie im letzten Jahr auch bei dieser Jahreshauptversammlung die technische Leitung hatte, begegnet, hat sofort den Eindruck, das ist ein ziemlich cooler junger Mann. Soweit der Eindruck. Dass Julis Bremer tatsächlich "master of desaster" ist und scheinbar Nerven aus Stahl hat, konnte das Vorstandsteam am Freitag Abend vor Ort im Culbhaus erleben. Kurz vor Beginn der Veranstaltung brach die Verbindung der Kameras zum Internet-Router. Eigentlich ein absoluter Chaos-Moment. War es das schon für diesen Abend? Nicht für Julis! Nach 15 Minuten stand das Equipment wieder voll zur Verfügung. Ein anderer cooler Typ, der Senior-Segler Rainer Mückenheim, immer mit einem fröhlichen Lächeln auf den Lippen, verkürzte spontan die Wartezeit durch den launigen Bericht über sein langes und beglückendes Seglerleben an der Seite seiner bezaubernden Gattin. Kaum beendet, konnte die Versammlung auch schon beginnen.
Die Formalitäten waren schnell erledigt und der Abend hatte seinen ersten Höhepunkt. Es standen nämlich die Ehrungen für lange Mitgliedschaft im Verein an, wie sie bereits in der neuesten RSVaktuell mitgeteilt wurden. Siegfried Liepe, der selbst für 60 Jahre Treue zum RSV geehrt wurde, hatte bei der Lektüre entdeckt, dass eine wesentliche Ehrung unerwähnt geblieben war. Das digitale Mitgliederverzeichnis war zum Erfassen von 70jährigen Mitgliedschaften schlicht nicht programmiert und so blieb Klaus Steffen unerwähnt. Als Antwort auf das Entschuldigungsschreiben des Vorstandes verfasste der Jubilar einen so anrührenden Antwortbrief, dass der 1. Vorsitzende Johann Freilinger diesen, quasi als Ehrung, verlas. Klaus Steffen wird sich gefreut haben, denn er war der digitalen Versammlung zugeschaltet.
Nach den Berichten aus den Vorstandsbereichen zu den Themen Jugendarbeit, Bau- und Westhafensanierung sowie Regattawesen begann die eigentliche "Versammlungsarbeit".
Georg Florack und Ralf Eulig gaben Rechenschaft zur finanziellen Situation des RSV am Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres. Trotz beträchtlicher Investitionen konnte ein Geschäftsergebnis vermeldet werden, das besser ist als in der Planung ursprünglich angenommen wurde. Wesentlich verantwortlich für dieses positive Resultat waren durch Georg Florack beantragte und bewilligte Fördermittel zu einzelnen Projekten, die in der Summe der Höhe aller Mitgliedsbeiträge entsprach. Beeindruckend! Der Verein steht also auf einem grundsoliden Fundament. Die Kassenprüfer bestätigten die Richtigkeit aller Zahlen, der Steuerberater hatte seine Zufriedenheit bereits zuvor bekundet und dem entsprechend wurde der Vorstand entlastet. Auch dem neuen Haushaltsplan wurde zugestimmt.
Damit war das Thema "Finanzen" aber nicht vom Tisch. Bereits in RSVaktuell wurde auf die Notwendigkeit einer Beitragsanpassung hingewiesen und ausführlich begründet. Um dem Verein die finanzielle Mobilität zu erhalten, war es nach 5 Jahren nötig, die in dieser Zeit entstandene jährliche Kostensteigerung auf die Mitgliedsbeiträge umzulegen. Auch für diese Bitte erhielt der Vorstand die Zustimmung der Mitglieder. Wer sich dazu noch einmal genauer informieren möchte, lese den entsprechenden Artikel in RSVaktuell nach, dort sind auch die neuen Mitgliedsbeiträge ausgewiesen.
Zur Wahl standen in diesem Jahr die stellvertretenden Mitglieder des Vorstands. Alle bisherigen Stellvertreter traten wieder zur Wahl an, zusätzliche Wahlmeldungen gab es nicht. Das Ergebnis zeigte bei allen Kandidaten eine Zustimmung von über 90%, alle Gewählten nahmen ihre Wahl an und so ist personelle Kontinuität gegeben. Besonders erfreulich war, dass der Vorstand endlich die Position des Umweltobmannes besetzen konnte, und noch erfreulicher war, dass es sich bei diesem "Mann" um eine Frau handelt. Christiane Thömmes, die nach eigener Aussage emanzipiert genug ist, sich "Umweltobmann" zu nennen, wurde ebenfalls mit einer Mehrheit von über 90% gewählt.
Die wichtigste Aussage zu Thema Termine und Veranstaltungen des Jahres bestand in dem Hinweis, dass alles dazu in RSVaktuell nachzulesen ist bzw. auf der Homepage unter "Termine". Zwar war zum Thema Veranstaltungen noch vieles zu erwähnen, aber die vorgerückte Stunde verlangte eine Kurzfassung. Zur weiteren Information werden wieder Newsletter verschickt und Ankündigungen auf der Homepage platziert.
In der Aussprache am Ende der Veranstaltung wurde deutlich, dass die Mitglieder großes Interesse an der Gestaltung des zukünftigen Vereinslebens haben und daran aktiv teilhaben wollen. Kann sich ein Vorstand schöneres wünschen als engagierte Mitglieder? Auf dem im letzten Jahr leider ausgefallenen Herbsttreffen hatte der Vorstand bereits die Absicht, Ideen und Pläne vorzustellen, ebensolche von dem Mitgliedern zu erfahren und sich darüber auszutauschen, "Puls-Check" genannt. Johann Freilinger versprach, bald möglichst in dieses Format einzusteigen, um mit den Mitgliedern im Gedankenaustausch zu bleiben. Schlusspunkt 21:45!
Auf in die neue Segelsaison!
Euer Pressewart
