01. Mai 2022 Es war ein besonderer Tag für den Ratzeburger Segler Verein

                  Das "Wir" stand im Zentrum des diesjährigen Ansegelns

Flaggenparade

Am vergangenen Sonntag fand unser traditionelles Ansegeln als offizieller Auftakt zur neuen Segelsaison statt. Mithin also nichts Außergewöhnliches. Und dennoch hatte die Stimmung in unserem Hafen an diesem Tag etwas Besonderes. Es ist nicht leicht zu beschreiben. Es war, als gäbe es eine leise, emotionale Hintergrundschwingung über unserem Vereinsgelände, die jeden unmerklich, aber bestimmt, mitnahm. Und jeder, der kurz innehielt und "hinfühlte", bemerkte die Energie eines starken "Wir", dass von jedem ausging und jeden erreichte. Klingt das zu "schwiemelig"? Gut! Es geht auch konkreter. Am vergangenen Sonntag trafen all die zusammen, die im Vorfeld zum Gelingen des kleinen Festes intensiv beigetragen hatten auf viele Gäste, Mitglieder und Freunde, die das Erreichte als Einladung in unser "zweites Zuhause" bereitwillig annahmen. Das Resultat war ein "Wir-Gefühl", das es unnötig macht, an dieser Stelle einzelne Namen zu nennen - mit ein paar Ausnahmen, aber dazu später!

Smalltalk unter Seglern

Erwähnt werden muss aber die tolle Vorarbeit: noch am letzten Samstag fand ein zusätzlich einberufener "Arbeitsdienst" statt, um letzte Hand an die nun höher gelegte "alte" Terrasse zu legen und dem Vereinsgelände des letzten Schliff zu geben. Das Catering war eben kein "bestelltes", sondern selbst gemacht, Bowle, Spargelsuppe (die wurde zwar geliefert) und ein Kuchenbuffet, das aussah wie ein Gruß aus dem Schlaraffenland, dazu Kaffee, Tee und sonstige Getränke. Und obwohl über 90 Personen an unserer Veranstaltung teilnahmen (wir haben nachgezählt), mangelte es nie an frischen Gläsern, Besteck und Geschirr. Der Gastro-Mannschaft - Entschuldigung "Frauschaft" - sei herzlich gedankt, besonders für ihre schnelle Reaktionsfähigkeit: als offensichtlich wurde, wie viele Personen tatsächlich anwesend waren, musste kurzerhand Spargelsuppe "nachgeordert" und herangeschafft werden. Gut, daran war dann auch ein "Mann" beteiligt! Ein wenig Suppe blieb zwar übrig, aber vom Kuchen kein Krümelchen.

Und nun zu den "namentlichen Ausnahmen": unser jüngster Teilnehmer am Sonntag war Nils Decker (zwei Jahre alt), der sich das Vereinsgelände auf seine Weise eroberte und partout nicht mehr nach Hause wollte. Unser ältester Teilnehmer war Horst Tretter (86 Jahre), das Mitglied mit der längsten Zugehörigkeit zum Verein war Klaus Steffen (seit 70 Jahren im Verein!!!). Und als Ehrengast durften wir unseren neuen Bürgermeister Eckhard Graf begrüßen, der am 01. Mai seinen Amtsantritt feiern durfte und dies durch seine Teilnahme beim Ansegeln tat. Das war für uns eine große Geste. Herr Graf ist übrigens leidenschaftlicher Segler und ein erfahrener Regatta-Schiedsrichter.  Um 11:00 holte ihn der "Albatros" am Anleger der Segelschule Hentschel ab und brachte ihn sicher in unseren Osthafen.

Land in Sicht

Dort gab es von Johann Freilinger und Eckhard Graf "kurze" Ansprachen (wir lieben kurze Ansprachen), die Jugendabteilung hisste Stander und Fahnen, und dann ging es auf die Boote. Die Sonne schien und kurz sah es so aus, als gäbe es doch noch genügend Wind. Aber das hatte sich bald wieder erledigt. Dennoch schien es niemanden wirklich zu stören, dass weite Teile des Ansegelns unter Flaute litten. Die Stimmung war einfach zu gut!

So, genug gesabbelt, den Rest erzählen die Bilder von Kalle Disselhoff und und Ralf Eulig (Luftaufnahmen). Übrigens, am Freitag ist die erste RSM, wir sehen uns!

Euer Pressewart  

Der Bürgermeister hat "See-Beine"

Eckhard Graf im Gespräch mit Klaus Steffen, daneben Horst Tretter

"Führungskräfte" unter sich

Anstoßen auf die die neue Saison

Die Lage unseres Osthafens ist einfach traumhaft

Und dann ging es los

Unser Segel-Revier - einfach schön

Drei Männer im Boot

Jürgen Christoph steht für Tradition

Zwischendurch kam dann doch noch ein wenig Wind auf

Vorbereitungen im Hintergrund - "Frankfurter Kranz" - Kalles Lieblingskuchen

Auf der Rückfahrt

So, "Arbeit" erledigt - nun Klönschnack


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