Am Ende des Jahres 2022
Gedanken zu Weihnacht und zum neuen Jahr
Liebe Seglerinnen und Segler,
wir blicken auf ein Jahr zurück, an dessen Ende es mir
schwerfällt, euch mit den üblichen Worten „Frohe Weihnacht“ und „viel Glück im
neuen Jahr“ in die Festtage zu „entlassen“.
Wer von uns hätte vor einem Jahr für möglich gehalten, was
sich 2022 ereignet hat, es herrscht Krieg, Russland verwüstet die Ukraine und
schickt ihr Volk in Not und Elend. Dieser Krieg gilt aber auch uns und unserer
Lebensweise, unserer Freiheit, ganz Europa und der „Westen“ sollen getroffen
werden. Plötzlich ist nichts mehr selbstverständlich, was sonst als gültig
gesetzt galt, stetiges Wachstum, steigender Wohlstand, unumschränkter Konsum.
Stattdessen Inflation, Energie-, Wirtschafts- und die Klimakrise als Dauerthema.
„Frohe Weihnachten“, „Viel Glück im neuen Jahr“?
So einfach
sollten wir es uns nicht machen!
Wenn nichts bleibt, wie es war, was zählt dann? Das Glück
des Menschen hängt im Wesentlichen von der sozialen Gemeinschaft ab, vom
Partner, von Freunden, Bekannten und Mitstreitern. Und was bedeutet schon
Wohlstand ohne Gesundheit, Konsum, ohne zu teilen?
Ich wünsche euch ein Weihnachten, zusammen mit den
Menschen, die ihr liebt, ein Weihnachten, an dem die Begegnung zählt, voll
Dankbarkeit für das, was eben nicht selbstverständlich ist! Dann steht
Weihnachten für ein Gefühl, das sich nicht materiell ermessen lässt, für Liebe,
Verständnis, Geborgenheit und Gemeinschaft. Und wenn wir davon ein ordentliches
Stück mit ins neue Jahr hineinnehmen und noch eine Portion Mut, Hoffnung und
Entschiedenheit dazulegen, könnte das „Viel Glück im neuen Jahr“ bedeuten. Aber
es kommt dabei auf uns an, auf jeden einzelnen.
Macht aus Weihnachten ein Fest der Begegnung und der Gemeinschaft
und geht mit Zuversicht ins neue Jahr!
Euer Pressewart
