Bericht zur 5. RSM am 4. September 2026 und Jahresrückblick
Liebe Segelkameradinnen und -kameraden,
es ist vollbracht! Die letzte Wettfahrt der Ratzeburg Sail&Meet 2026 ist gesegelt. Dabei haben wir, Justus bzw. die Familie Wolf mit meiner Freundin Trisha das ganz große Los gezogen. Durch unsere Teilnahme an allen Wettfahrten haben wir es auf Platz fünf geschafft – nicht nur in der letzten Wettfahrt sondern auch in der Gesamtwertung. Daher fällt uns nun die Aufgabe zu, nicht allein einen Bericht zur letzten RSM sondern auch noch einen Abschlussbericht zur RSM 2026 zu schreiben. Daher möchte ich nochmal alle Wettfahrten kurz zusammenfassen. Fangen wir also an:
Sehr erfreulich: Alle geplanten Wettfahrten konnten stattfinden! Blickt man auf die fünf Rennen zurück keine Selbstverständlichkeit, da der Wind auch in dieser Saison eine gewisse Laune an den Tag gelegt hat.
Am 15. Mai fand die erste RSM dieses Jahres statt. Mit insgesamt 23 gestarteten Booten und 39 Teilnehmern hatte sich, gelockt vom (noch) guten Wind, ein großes Feld auf dem Domsee eingefunden. Pünktlich um 17:35 gab es einen Halbwindstart, wobei die Nachstartphase aufgrund eines Windaussetzers eher schleppend verlief. Zwar frischte der Wind anschließend wieder auf, die Wettfahrt sollte aber für viele zu einer Geduldsprobe werden. Es häuften sich die Winddreher und -aussetzer, schließlich sorgte ein kurzer Regenschauer zunächst für heftige Böen, dann für eine Flaute. Unangenehm für alle die noch auf der Bahn waren! Einige hielten bis zu Ende durch, drei gaben am Ende auf. Für weitere Details empfehle ich den Bericht von Jacob, geschrieben aus der Sicht eines Laserseglers.
Die zweite RSM fand am 12 Juni statt. Das Feld war diesmal mit 15 Booten etwas kleiner. Zu den üblichen Teilnehmern gesellten sich auch einige externe Monas-Segler, die für die Regatta am Wochenende bereits angereist waren. Wind war an diesem Tag ausreichend vorhanden, teilweise mehr als ausreichend. Ein sehr heftiger Regenschauer mit Sturmböen sorgte kurzzeitig für eine sehr eingeschränkte Sicht, sodass man die Tonne 1 fast nicht mehr sehen konnte. Trotz dieser unfreiwilligen Dusche konnte auch diese RSM erfolgreich beendet werden. Für weitere Details verweise ich auf Jans Bericht.
Kommen wir nun zum Höhepunkt der RSM 2026, der Langstrecke. Na ja mehr oder minder „Langstrecke“. Georg musste eine schwere Entscheidung treffen und die Langstrecke auf den Domsee verlegen. Für den 18. Juli waren Sturmböen mit bis zu 7 Bft angesagt, sodass an ein Segeln auf dem großen See nicht wirklich zu denken war. Daher wurde vom üblichen Kurs auf ein Dreieckskurs mit mehreren Runden gewechselt. Das war zwar ein kleiner Stimmungsdämpfer, aber es konnte gesegelt werden. Abgerundet wurde der Tag durch ein schönes Abendprogramm mit leckeren Burgern. Auch hier verweise ich auf den Bericht, diesmal von Jens verfasst.
Die vierte RSM am 7. August, wieder durch Monas-Segler „aufgestockt“, verlief erstaunlich unspektakulär, abgesehen von einem Frühstart, wodurch sich Wulf gleich das Berichtschreiben sicherte. Ärgerlich, aber immer noch besser als eine Disqualifikation. Ansonsten sorgten gute Windverhältnisse und köstlicher Leberkäse für einen gelungenen Segelabend.
Kommen wir nun zum Finale, die fünfte und letzte RSM 2026. Wie schon bei der Langstrecke waren auch für diesen Freitag, den 4. September Sturmböen mit bis zu 31 kn angesagt. Wir hatten seit Montag die Wetterprognose im Blick und waren selbst bis Freitag unschlüssig ob überhaupt gesegelt wird. Meine Mutter war schon fest in dem Glauben, dass sich heute alles an Land abspielen würde. Da hatte sie bloß die Rechnung ohne Georg gemacht. Es gab heute „Domsee, die Zweite“. Es wurde wieder ein Dreieck gesegelt, im Schutze des Doms. Das Wetter hatte aber viele abschreckt sodass am Ende nur der harte Kern, insgesamt 13 Boote, aufs Wasser ging.
Wir waren zu dritt auf unserer Sailart 20, meine Mutter Julia, Trisha und ich als Steuermann. Die Bedingungen waren anspruchsvoll und die plötzlichen Böen forderten auch ihre Opfer. Die beiden gestarteten Laser Radial hatten aufgrund von mehrfachen Kenterungen aufgegeben. Mein Bruder Jacob war mit dem Laser Standard draußen und hatte trotz seiner Erfahrung sehr zu kämpfen. Bei uns an Bord erzeugte jede Böe zweierlei Emotionen. Das Lachen meiner Freundin Trisha wurde frei nach dem Motto „More wind, more fun!“ immer größer, während das Aufschreien meiner Mutter ob der starken Krängungen immer lauter wurde. Am Ende kamen alle heil im Ziel an.
Besonders hervorheben möchte doch zum einen die Leistung der beiden RS-Feva – es ist beeindruckend wie dieses kleine Boot bei diesem Wind performt und trotzdem so sicher segelt – zum anderen die Leistung von Dorle Mohr, die heute, trotz Hinrichs Fehlens, mit Daniel als Vorschoter heldinnenhaft ihr Boot über den See gesteuert hat! Gewinner des Tages wurden – wieder mit einer beeindruckenden Leistung – das Brüderpaar Florin und Tillian Piccinelli auf der RS Feva!
Der Gesamtsieger der diesjährigen RSM ist, mal wieder, Jan Richter. Den Preis für den besten Jugendsteuermann konnte sich Florin Piccinelli sichern. Der Preis für den besten Vorschoter ging an Tillian Piccinelli. Den Ladys Cup konnte sich Dorle Mohr durch ihr heldenhaftes Antreten sichern.
Zu guter Letzt möchte ich noch ein paar Menschen Danke sagen. Um die RSM so gut über die Bühne zu bringen braucht es immer tatkräftige Unterstützung im Hintergrund.
Ich möchte mich bei allen bedanken, die auch dieses Jahr mitgeholfen haben. Als erstes bei den Mitgliedern, die anstatt zu segeln, die Begleitboote gefahren sind und für unsere Sicherheit gesorgt haben. Dann bei der DLRG, die mit einem Begleitboot dabei waren und natürlich bei allen Seglern und Seglerinnen. Denn ohne sie gäb es keine RSM!
Als letztes möchte ich mich bei Georg und Gisela bedanken. Die beiden haben es geschafft die RSM für zehn (!) Jahre erfolgreich zu organisieren und durchzuführen. Eine wirklich tolle Leistung. Daher ist es auch verständlich, dass die beiden nun von ihrem Posten zurücktreten und die Organisation in neue Hände geben wollen.
Ich gehe fest davon aus, dass sich über den Winter ein neues Team zusammenfindet und dieses erfolgreiche Format fortsetzt und/oder weiterentwickelt.
Wer daher Lust und Zeit hat, meldet euch beim Vorstand!
Ahoi, euer Justus